Definition: Wissensbasis

Als Wissensbasis (en. Knowledge Base) bezeichnen wir die konkrete Instanziierung einer Ontologie. Während die Ontologie die Begriffe und Relationen festlegt, hält die Wissensbasis die tatsächlichen Inhalte in Form von Instanzen und Datenwerten. Die Ontologie sagt also was es geben darf, die Wissensbasis sagt, was konkret der Fall ist.

Mathematisch definieren wir eine Wissensbasis durch:

Dabei gilt:

  • Mengen:
    • Konzepte
      • Klassen von Dingen
      • Bspw. Personen, Dokumente, Prozesse
    • Datentypen
      • Wertebereiche für Attribute
      • Bspw. String, Integer, Datum
    • Relationen
      • Beziehungen zwischen Konzepten
      • Bspw. unterstützt, greift an, ist Teil von
    • Attribute
      • Eigenschaften von Instanzen
      • Bspw. Name
    • Instanzen
      • Konkrete, eindeutig identifizierbare Objekte der Wissensbasis
      • Bspw. Alice, Bob, Herr der Ringe
    • Datenwerte
      • Konkrete Werte (je nach Datentyp) zur Beschreibung von Instanzen
      • Bspw. "Alice", 42, "2025-01-01"
  • Instanziierungsfunktionen
    • Instanziierung von Konzepten:
      • Ordnet jedem Konzept die Menge seiner Instanzen zu.
      • Bspw.
    • Instanziierung von Datentypen:
      • Ordnet jedem Datentyp konkrete Werte zu.
      • Bspw.
    • Instanziierung von Relationen:
      • Definiert konkrete Beziehungen zwischen den Instanzen.
      • Bspw.
    • Instanziierung von Attributen:
      • Ordnet Instanzen konkrete Attributwerte zu
      • Bspw. ü

Mathematisch lässt sich eine Wissensbasis somit als Menge von strukturierten Fakten auffassen, die konsistent zu einer Ontologie sind und häufig als gerichteter, beschrifteter Graph (z. B. Tripel) repräsentiert werden.